Die Flussbadeanstalt
Der lange Jammer
Eis im Sommer
Klo oder Torhaus?
Nach dem 1. Weltkrieg Fettmarkt
Mariä Himmelfahrt
Die Warendorfer Gasanstalt
Stadtbauernhof Kalthoff
Schuster Niemann
Holzschuhe
Weihnachten
100 Jahre Marienschule
Apfelernte an der
Äppelchaussee
Vom
Kirchhof zum Friedhof
Dr. Lohmann und
Witwe Schmitz
Eugenie Haunhorst wurde als
drittes von fünf Kindern am 12. 12. 1912 in Warendorf geboren.
Ihre Eltern waren Eugenie und Eduard Göcke, der als Lehrer
an der Münsterwallschule
tätig war.
Ihre Erlebnisse in der Kindheit und Jugend hat
sie in ihren Beschreibungen sehr authentisch und lebendig
festgehalten. Ihre sorgfältig recherchierten Berichte sind
stets mit einem Augenzwinkern geschrieben, die
geschilderten Personen liebevoll dargestellt. Gleichwohl werden
dem Leser die Unterschiede der Verhältnisse des frühen 20.
Jahrhunderts zur heutigen Zeit eindrucksvoll vor Augen
geführt. Alle Texte sind illustriert mit Fotos aus der damaligen
Zeit.
Der Heimatverein Warendorf ist Eugenie Haunhorst
außerordentlich dankbar dafür, daß sie ihre Erinnerungen
in dieser Form zusammengestellt und zur Veröffentlichung auf
seiner Website zur Verfügung gestellt hat.
Unter anderem zu
lesen......
Weihnachten in den 20er Jahren
Krippen wurden gebastelt, Lieder gesungen
und auch die Schaufenster waren festlich geschmückt. Und man
ging am Weihnachtsmorgen in die "Ucht", die westfälische
Bezeichnung für die Christmette, freute sich über eine Apfelsine
und ein paar Datteln auf dem Weihnachtsteller. Auch in den
20er
Jahren war Weihnachten wie heute das schönste Fest des Jahres,
aber es war weniger laut und hektisch. Aber trotz des geringeren
Wohlstandes war es mindestens so schön wie heute.
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Mariä Himmelfahrt in
Warendorf am Anfang des 20 Jahrhunderts
"Mit einem „Blubb“ erstrahlte
der Bogen in hellem Flammenmeer.
Wunderschön!"
So erlebte Eugenie Haunhorst
als
Mädchen die Illumination der Marienbögen am
Abend vor der
großen Stadtprozession an Mariä
Himmelfahrt. Und dann die Prozession: Streng
geordnet ging es durch die festlich geschmückte
Stadt: Engelchen und die Kommunionkinder, die
Jungfrauenkongregation und der Mütterverein
führten die Prozession an, in der vier
auserwählte, „reine“ Jungfrauen die
wundertätige Madonna durch die Straßen der Stadt
trugen.
Eugenie Haunhorst malt mit ihrer Schilderung ein lebendiges und
anschauliches Bild dieses Festes in der Zeit
ihrer Kindheit. Es zeigt die Unterschiede zur heutigen Zeit,
aber auch die über Jahrhunderte bewahrte
Tradition.
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Die
Flussbadeanstalt an der Ems
Bereits
im Juni 1886 wurde in Warendorf die erste
Badeanstalt eröffnet. Natürlich waren die
Badezeiten entsprechend der Sitte nach
Geschlechtern aufgeteilt, sogar die Jungen und
Mädchen durften nicht zusammen schwimmen. Der
Komfort der Flussbadeanstalt war nicht mit dem
heutiger Schwimmbäder vergleichbar, dennoch war
diese Einrichtung ein erheblicher Fortschritt in
einer Zeit, in der Badezimmer in den Wohnungen
absoluter Luxus waren. Besonders eindrucksvoll
ist in diesem Zusammenhang die Schilderung der vorhandenen Badekabinen in der
Ems, die sie zusammen mit ihrer Mutter benutzte. Mehr...
Die Warendorfer Gasanstalt
Dass Warendorf nach dem 1. Weltkrieg Selbstversorger für Strom
und Gas war, ist heute weitgehend unbekannt. Zu dieser Zeit war
Gas der wichtigste Energieträger für die Beleuchtung der Häuser
und vor allem auch der Straßen. Hier ist zu lesen, wie schwer
die Arbeit in der Kokerei an der heutigen Wallpromenade war, und
welche Rolle sie z. B. bei der Behandlung von Kindern spielte,
die an Keuchhusten erkrankt waren.
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Der Lange Jammer
– sozialer Wohnungsbau vor 150 Jahren
Kleine Schlafräume, ein Wohnraum und der
Fußboden aus gestampftem Lehm, so sah der soziale Wohnungsbau
für arme und mittellose Bürger vor 150 Jahren aus. Das lange
Fachwerkhaus stand am Wilhelmsplatz und wurde eigentlich eher
gemieden. Trotzdem war es eine soziale Maßnahme für viele
arbeitslose Weber, die durch die Einführung der
mechanischen Webstühle ihre Einkünfte verloren hatten.
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Vom Eisschrank zum
Kühlschrank
Wie war das eigentlich, als es noch
keine Kühlschränke gab bzw. diese für den normalen Haushalt zu
teuer in der Anschaffung waren? Die Lösung hört sich einfach an,
war jedoch mit erheblichem Aufwand verbunden: Das Eis, das sich
im Winter bildete, mußte in Blöcken in Eiskellern für den Sommer
gelagert werden. In Warendorf findet sich noch heute ein solcher
Eiskeller an der Kolksttiege.
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Der Stadtbauernhof Kalthoff
In der Stadt Warendorf waren
so genannte Ackerbürger keine Seltenheit, also Einwohner, die vor
den Toren der Stadt Land besaßen oder gepachtet hatten und
dieses bewirtschaften. Noch heute zeugen die vielen "Deelentore"
in der Innenstadt von den Bauernhöfen, die sich hier befanden.
Bis die späten 50er Jahre des 20. Jahrhunderts bestanden solchen
Stadtbauernhöfe in Warendorf, die fester Bestandteil der
Warendorfer Wirtschaftsstruktur waren. Das Leben auf und mit
diesem Bauernhof verlief ganz anders, als man es heute gewohnt
ist. Mehr...
Beinahe wäre aus dem Tor-
ein Klo - Häuschen geworden
Die amüsante Geschichte beschreibt die
Geschichte einer öffentlichen Bedürfnisanstalt am Münstertor.
Diese wäre nämlich benahe in einem der dortigen Torhäuser
eingerichtet worden, hätte sich nicht die Tochter Möhne des
Professors Buschmann mit ihren Bedenken durchgesetzt.
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Die Familien am
Wilhelmsplatz in den schweren Jahren nach dem ersten Weltkrieg
Das Leben der Menschen nach dem
1. Weltkrieg geschildert am Beispiel der am Wilhelmsplatz
ansässigen Familien zeigt diese Geschichte. Die Menschen hatten
Probleme, die Not war groß, man verstand sich aber in der
Nachbarschft zu helfen und sich mit den Verhältnissen zu
arrangieren. Die Namen alter Warendorfer Familien werden hier
lebendig. Mehr...