Arbeitskreis Emsinsel   -  Arbeitsgruppe ohne Nutzungsvorgaben              
Zwischenbericht in der öffentlichen Veranstaltung am 27.05.2014 im  Rathaus                             

Die Gruppe hat mehrere Vorschläge zur Folgenutzung der Industriebrache beraten, ausgehend von der Einzigartigkeit der Lage (“Fünf-Sterne-Lage“)

·       zwischen der Altstadt und dem Landgestüt,                                                       

·       in einer Insellage zwischen Alter Ems / Emssee und Neuer Ems,

·       in Nachbarschaft von See und Parkanlage, wobei See und Park als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen sind und der Emslauf selbst unter Naturschutzrecht steht.

Die Lage und die Möglichkeit einer Nutzungsänderung bieten eine herausragende Chance der Stadtplanung. Diese bedarf einer langfristigen Betrachtung und der Suche nach der bestmöglichen Entwicklung.

Bei der Beratung haben sich vier Planungseckpunkte ergeben:

·       Die Art der Nachfolgenutzung und die Gestaltung sollten der Einzigartigkeit der Lage angemessen sein,

·       nur öffentlichen Belangen und damit der gesamten Bürgerschaft dienen,

·       die lange industrielle Nutzung als Spur der Stadtgeschichte noch erkennen lassen und

·       im Zuge der hier unterbrochenen Emsaue eine ökologische Brücke schlagen.

Der vierte Planungseckpunkt zielt insbesondere auf die Wiederherstellung einer durchgehenden innerstädtischen Grünzone, die im Bereich des jetzigen Werksgeländes nicht gegeben ist. Die Situation auf der Emsinsel wurde schon 2008 von Dipl.-Ing. Djahanschah (LWL - Amt für Landschafts- und Baukultur) beschrieben als “Pfropf“ in der Emsaue, der aufzulösen sei. Zum Vergleich betrachte man die Erhaltung und Gestaltung der breiten innerstädtischen Emsauen in Rheda und Telgte. Es ist auch zu beachten, dass die Renaturierung der Ems nach der Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Kommission weiter umgesetzt werden muss, was mit einer grünen Gestaltung der Emsinsel möglich wird.

Die folgenden Nutzungsvorschläge der Arbeitsgruppe sind mit den vier genannten Planungseckpunkten und auch untereinander weitgehend vereinbar.

Vorschlag 1:
Der bestehende Emsauenpark wird durch parkartige Gestaltung der freiwerdenden Flächen erweitert. Durch die Ausbildung “grüner Achsen“ entstehen Teilflächen; großkronige Parkbäume bewirken Raumbildungen. Die grünen Achsen können alte und neue Wege begleiten,  evtl. auch einen neuen Wasserlauf. Zusätzliche Nutzungen der Teilflächen, z.B. für Pferdeauslauf und -präsentationen, sind mit Erhalt des Parkcharakters möglich.

         
Vorschlag 2:
Denkmalgeschützte und schutzwürdige Gebäude bleiben erhalten.  In  den Sheddachhallen sind vielfältige Nutzungen denkbar:  Trödelmarkt, Bücher- und Bildermarkt, Event- und Spielflächen, industriegeschichtliche Dokumentationen und Objekte, Informationen zur Ems u.a.m.
 
Vorschlag 3: 
Weitere bestehende Gebäude können als Jugendgästehaus o.ä. ausgebaut werden.  Neue Gebäude sollen auf der Emsinsel selbst nicht errichtet werden.
 

Vorschlag 4:  
Nahe dem Emstor bietet sich eine Freifläche für Gastronomie am Wasser an gemäß früheren Vorstellungen für die Landesgartenschau.
 

Vorschlag 5:  
Parkmöglichkeiten werden mehrheitlich gewünscht entsprechend dem nutzungsbedingten neuen Bedarf.

 

Vorschlag 6:  
Im Emstorbereich kann mit der Errichtung eines Aussichtsgebäudes bei entsprechender Gestaltung gleichzeitig die Torsituation betont werden.

Ergänzende Anmerkungen:  

Die Option für ein herausragendes parkverträgliches Bauprojekt in der Zukunft (z.B. Rathausneubau, Fachhochschule o.ä.) bleibt bei einer parkartigen Gestaltung der Emsinsel erhalten. Eine schnelle, pragmatische Bebauungslösung würde die Chance einer ambitionierten städtebaulichen Lösung auf unabsehbare Zeit aufheben, insbesondere bei einer Parzellierung der Fläche.                    

Das Maß des Engagements für die Landesgartenschau sollte jetzt auch für die damals ausgeklammerte Gestaltung der Emsinsel gelten.

Die Arbeitsgruppe ist sich der Probleme bei der Umsetzung der Vorschläge bewusst und möchte nun auch die Beratung von Lösungsmöglichkeiten anstoßen.

 

Startseite Stadtmuseum Kirchen Lexikon Erlebte Geschichte Archiv Über uns
Bilderbogen Gadem St. Laurentius Persönlichkeiten Veranstaltungen
Video Tapetensaal St. Marien Straßennamen     Impressum
  Torschreiberhaus Christuskirche Mariä Himmelfahrt      
  Haus Bispinck St. Joseph Karneval      
    Affhüppenkapelle Fettmarkt      


Heimatverein Warendorf e. V., Vorsitzende: Mechtild Wolff, An der Kreutzbrede 7, 48231 Warendorf, Tel: 02581 2135        
E-Mail: vorstand@heimatverein-warendorf.de
Copyright: Heimatverein Warendorf (C) 2005 -2017  (Impressum)