Das dezentrale Stadtmuseum

Das Leben der armen Leute: Ein Blick in den Gadem am Zuckertimpen

Der Gadem am ZuckertimpenDie Bezeichnung Gadem (Gaden) leitet sich wahrscheinlich vom Lateinischen "aedes cadum" ab, was wohl ursprünglich Weinkellerhaus bedeutet. (aedes, pl. von aedis, Familienwohnhaus; cadus der Krug). Im Verlauf der Geschichte wird der Begriff unterschiedlich verwendet, u. a. für ein Vorratshaus, eine Verkaufsbude oder Kramladen u. ä. Im Nibelungenlied um 1200 steht der Begriff "gedeme" für "Kammer, Gemach". (Quelle: Deutsches Rechtswörterbuch DRW www.rzuser.uni-heidelberg.de/~cd2/drw/e/ga/gadem.htm.)

Später gebraucht man den Gadem als Bezeichnung für ein kleines, meist einräumiges Haus. Gebaut von wohlhabenderen Bürger, wurde er bis in das frühe 20. Jahrhundert vornehmlich an die ärmeren Leute, kleine Handwerker wie zum Beispiel Tuchmacher und Tagelöhner vermietet. Ebenso fanden kleine städtische Angestellte, Nachtwächter, Hirten und Torwächter hier ihre Bleibe.

Einen Eindruck vom Leben in einem Gadem bekommt man in dem liebevoll wieder hergerichteten Gadem am Zuckertimpen, Teil des dezentralen Warendorfer Stadtmuseum. Geöffnet ist der Gadem an jedem Sonn- und Feiertag von 15.00 bis 17.00 Uhr. (Eintritt frei)

Sehen Sie hier Bilder aus dem Gadem am Zuckertimpen und verschaffen Sie sich ein Bild vom (manchmal romantisch verklärten) Leben im 18. bis 19.Jahrhundert.


Klicken Sie auf die Miniaturbilder, um sie groß zu sehen.
Heimatverein Warendorf: Gadem am ZuckertimpenHeimatverein Warendorf: Gadem am ZuckertimpenHeimatverein Warendorf: Gadem am ZuckertimpenHeimatverein Warendorf: Gadem am ZuckertimpenHeimatverein Warendorf: Gadem am ZuckertimpenHeimatverein Warendorf: Gadem am ZuckertimpenHeimatverein Warendorf: Gadem am ZuckertimpenHeimatverein Warendorf: Gadem am ZuckertimpenHeimatverein Warendorf: Gadem am ZuckertimpenHeimatverein Warendorf: Gadem am Zuckertimpen

Heimatverein Warendorf: Gadem am ZuckertimpenHeimatverein Warendorf: Gadem am ZuckertimpenHeimatverein Warendorf: Gadem am ZuckertimpenHeimatverein Warendorf: Gadem am Zuckertimpen
Heimatverein Warendorf: Gadem am ZuckertimpenHeimatverein Warendorf: Gadem am ZuckertimpenHeimatverein Warendorf: Gadem am ZuckertimpenHeimatverein Warendorf: Gadem am ZuckertimpenHeimatverein Warendorf: Gadem am ZuckertimpenHeimatverein Warendorf: Gadem am ZuckertimpenHeimatverein Warendorf: Gadem am ZuckertimpenHeimatverein Warendorf: Gadem am ZuckertimpenHeimatverein Warendorf: Gadem am Zuckertimpen

Bilder. Matthias Rinschen (C) 2005

Das dezentrale Stadtmuseum ist an Sonn- und Feiertagen von 15.00 bis 17.00 geöffnet.
Besonderheiten: Keine Öffnung am 24., 25. u. 26.12. und am 01.01., und in den Tapetensälen (Klosterstraße) nicht am Tage Mariä Himmelfahrt.
Am Tag des Offenen Denkmals (2. Sonntag im September) durchgehend von 11:00 - 17:00 Uhr.

 

Heimatverein Warendorf e. V., Vorsitzende: Mechtild Wolff, An der Kreutzbrede 7, 48231 Warendorf, Tel: 02581 2135        
E-Mail: vorstand@heimatverein-warendorf.de
Copyright: Matthias Rinschen (C) 2005 -2011  (Impressum)