Das dezentrale Stadtmuseum

Das Leben der armen Leute: Ein Blick in den Gadem am Zuckertimpen

Der Gadem am ZuckertimpenDie Bezeichnung Gadem (Gaden) leitet sich wahrscheinlich vom Lateinischen "aedes cadum" ab, was wohl ursprünglich Weinkellerhaus bedeutet. (aedes, pl. von aedis, Familienwohnhaus; cadus der Krug). Im Verlauf der Geschichte wird der Begriff unterschiedlich verwendet, u. a. für ein Vorratshaus, eine Verkaufsbude oder Kramladen u. ä. Im Nibelungenlied um 1200 steht der Begriff "gedeme" für "Kammer, Gemach". (Quelle: Deutsches Rechtswörterbuch DRW www.rzuser.uni-heidelberg.de/~cd2/drw/e/ga/gadem.htm.)
 

Später gebraucht man den Begriff "Gadem" als Bezeichnung für ein kleines, meist einräumiges Haus. Gebaut von wohlhabenderen Bürger, wurde er bis in das frühe 20. Jahrhundert vornehmlich an die ärmeren Leute, kleine Handwerker wie zum Beispiel Tuchmacher und Tagelöhner vermietet. Ebenso fanden kleine städtische Angestellte, Nachtwächter, Hirten und Torwächter hier ihre Bleibe.

 
 

Das Gadem wurde Ende des 17. Jahrhunderts an die Stadtmauer gebaut. Von der Einrichtung her dargestellt ist die Wohnsituation von etwa 1925, als in dem kleinen Haus zwei Familien wohnten. Geöffnet  ist das Gadem an jedem Sonn- und Feiertag von 15.00 bis 17.00 Uhr. (Eintritt frei)Sehen Sie hier Bilder aus dem Gadem am Zuckertimpen und verschaffen Sie sich ein Bild vom (manchmal romantisch verklärten) Leben im frühen 20.Jahrhundert.


Klicken Sie auf die Miniaturbilder, um sie groß zu sehen.

Bilder: Matthias Rinschen (C) 2005Das dezentrale Stadtmuseum ist an Sonn- und Feiertagen von 15.00 bis 17.00 geöffnet.
Besonderheiten: Keine Öffnung am 24., 25. u. 26.12. und am 01.01., und in den Tapetensälen (Klosterstraße) nicht am Tage Mariä Himmelfahrt.
Am Tag des Offenen Denkmals (2. Sonntag im September) durchgehend von 11:00 - 17:00 Uhr.

 

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